One day the U.N. Secretary General proposes that, in the interest of global peace and harmony, the world’s soccer players should come together and form one United Nations global soccer team.
»Great idea,« says his deputy. »Er, but who would we play?«
»Israel, of course.«
Im Buch der alten Geschichte von den Völkerschaften, die ihr Hauen und Stechen gegeneinander nur dann einstellen, wenn es gemeinsam gegen die Juden geht, wurde dieser Tage ein weiteres Kapitel eingefügt. Anders als in Mark Steyns Witz bedurfte es jedoch nicht der Anleitung durch die Vereinten Nationen, jener Institution der Völker gegen Israel.
Als Schirmherr eines als humanitäre Kreuzfahrt camouflierten Jihads trat einer auf, der sich als Wiedergänger Süleymans bereits das osmanische Reich zu alter Glorie führen sieht und dessen Schlägerbanden, bevor sie gegen den Weltenfeind in See stachen, mit ihren Gesängen die Wiederkehr der Armee Mohammeds beschworen, auf daß diese erneut Juden massakriere.
Unterm Banner der Armee des Propheten sammelten sich aber nicht nur die frommen Muslime der IHH, sondern auch die Kreuzfahrer von Pax Christi, die Ärzte gegen israelische Atomwaffen und die Kameraden der Linkspartei.
Mussten die osmanischen Sultane ihr Menschenmaterial mittels der sogenannten Knabenlese noch zwangsrekrutieren, so schließen die nichtmuslimischen Teilnehmer aus aller Herren Länder sich heute ganz freiwillig dem multikulturellen Jihad an. Rasende Gewalt im Zeichen der Völkerfreundschaft, das entzückte Norman Paech, jenen Doyen des Antisemitismus in der Linkspartei: »Für mich war das wie ein Basar. Das war ein buntes Treiben.«
Die eklektizistische Feindfahrt gegen Israel, die Paech noch Tage später beim linken Kameradschaftsabend in Begeisterung versetzte, war nur verkleinertes Abbild der großen Politik.
Das Verhältnis einer sich an die Spitze des bewaffneten Kampfes gegen Israel setztenden Türkei zum diesen Kampf stets diplomatisch deckenden Europa, ist das der türkischen Jihadhooligans zu den europäischen Friedenspropagandisten an Bord der Mavi Marmara. Ob Kommissar Wallander oder die UNO vor der Küste Gazas die jüdischen Meuchelmörder überführen will, macht keinen Unterschied.
Und die Freunde Israels? Die geben sich honestly concerned darüber, daß einige Jihadisten den Versuch des Judenmordes mit dem eigenen Leben bezahlten, fordern im Jargon ambitionierter Medienschaffender Fairplay für Israel – obwohl sie selbst ahnen, daß der vermeintliche Schiedsrichter UNO eben keiner ist, sondern Partei – oder organisieren eine echte weiß-blaue Friedensfahrt auf der Alster, als Kontrastprogramm zur kriegerischen blau-weißen Enterfahrt im Mittelmeer.
Der Aufruf der Redaktion Bahamas zur Kundgebung vor dem Karl-Liebknecht-Haus weiß hingegen die hiesigen Feinde Israels klar zu benennen und ergeht sich dankenswerterweise nicht in Trauerbekundungen für tote Antisemiten.
Zwar wird eine Kundgebung vor der linken Parteizentrale die globale Mavi Marmara nicht versenken, aber sie ist immerhin ein kleiner Schuss vor den Bug des antizionistischen Flaggschiffs in Deutschland.













