Verfasst von: gegenkritik | 4, Juli 2009

Amnestys Forderungen werden erhört

Vor wenigen Tagen forderte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International:

Die Überwachung der Demonstrationen sollte der Polizei oder anderen Sicherheitskräfte überlassen werden, die adäquat ausgebildet und ausgerüstet werden.

Bassiji Messer

Ob dieser Herr bereits die von AI eingeforderte adäquate Ausrüstung schwingt, ist unklar. Eventuell muss er sich auch noch einige Tage mit seinem inadäquaten Messer begnügen, aber dann gibt’s Abhilfe, denn für adäquate Ausrüstung sorgen demnächst diejenigen, die schon in der Vergangenheit dafür zuständig waren, an das Mullahregime Polizeiausrüstung und Gewehre zu liefern:

The 8th International Police, Safety and Security Equipment Exhibition “IPAS 2009” will be held in the territory of the Tehran Permanent International Fair Ground (hall.38) on JULY 15th 18th, 2009.
It is the only exhibition event in Iran in the field of security that has a special importance as one of the most prominent exhibition in the Middle East.
“IPAS” follows supreme goals and valuable objectives such as:
Updating and promoting quality and quantity of police equipment using new technologies.
Omitting intermediates and providing direct contact between users and suppliers through marketing to reduce finished prices.
Amending and improving process of purchase
Making producers competitive to provide logic connection between different industries.
Introduction to newest international technologies and outcomes in the field of police, safety and security equipment and etc.
“IPAS” every year hosts hundreds of internal and foreign companies and visitors including:
- Executive authorities and their assistants.
-Military and civil power men.
- Cultural, Economic& Politic in powers.
- Security experts of state and non state organizations
- Raise building makers.
- Foreign countries ambassadors and representatives.
- Representatives and experts of state and private banks.
– Security and safety equipment importers, exporters, representative and experts.
-Innovators.
from all over the word introducing their newest technologies in the field of safety and security equipment (Weapon and, uniform and clothes, light and image instruments, traffic equipment, aid and relief equipment, educational and consulting systems and other field such as x-ray equipment, crime discovery and anti-crimes systems, police structures, fingerprinting equipment, bullet-proof glasses, types of locks, oil industry safety equipment, etc.)
“IPAS” was recorded in the list of international exhibitions and introduced in all foreign and domestic famous sites.
“IPAS” respectfully invites all internal and foreign companies to participate in The 8th International Police, Safety and Security Equipment Exhibition “IPAS 2009” in the hope of achieving its brave sights.

Unter dem Punkt General Conditions & Regulations wird für die Mullahschergen folgendes in Aussicht gestellt:

Weapons & Ammunitions
Types of cool and warm weapons, types of explosive materials, tear gas, anti-rebellion equipment, bomb & mine deactivation equipment, etc.

Ob Vertreter der Menschenrechtsorganisation Amnesty International ebenfalls an der Messe teilnehmen – etwa als Berater für die adäquate Ausrüstung zur Niederschlagung von Demonstrationen – ist bis dato noch offen.

[Crosspost bei Free Iran Now]

Verfasst von: gegenkritik | 2, Juli 2009

Nationalbolschewistische Presseschau

Nein, Schweigen zur Situation im Iran kann man der jungen Welt – im Gegensatz zu ihren linken Gesinnungskameraden – leider nicht vorwerfen, das nationalbolschewistische Kampfblatt hat sich bisher stets klar positioniert – auf Seiten des Mullahregimes.
Am 27. Juni frohlockte zunächst Werner Pirker über die vermeintliche Niederschlagung der Opposition und wusste auch, weshalb das Unternehmen in die Hose gehen musste:

Es war kein Aufstand der Habenichtse, von Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben. Es war ein Aufstand der Hedonisten, denen es erfahrungsgemäß an heroischem Durchhaltevermögen mangelt.

Einige Tage später sekundierte Knut Mellenthin den Mullahs und knüpfte an die Propagandamärchen an, wonach Neda Agha-Soltan nicht von Regimeanhängern ermordet worden sei.
Und nun das: Pedram Shahyar, der sich, wie Thomas von der Osten-Sacken zurecht schreibt, wirklich größte Mühe gab, seine antiimperialistischen Freunde nicht zu vergraulen, wird im Interview mit Rüdiger Göbel vorgeführt, was deutsche Nationalbolschewisten meinen, wenn sie von Internationaler Solidarität schwafeln: Den Schutz noch der übelsten Regime vor jeglicher Kritik.
Alles Bitten Shahyars um Solidarität mit der iranischen Oppositionsbewegung ist vergebens, die junge Welt steht in Treue fest an der Seite Ahmadinejads. So scheitert selbst die auf die antizionistischen Reflexe der jW-Autoren abzielende Bemerkung:

Nicht umsonst zittern nicht nur die israelischen Hardliner vor dieser Bewegung, weil ihnen ihr Lieblingsfeind abhanden käme [...]

Als Tip für Herrn Shahyar: Beim nächsten Interview einfach kolportieren, daß Ahmadinejad Jude sei. Dann klappt’s vielleicht mit dem Schulterklopfen der jungen Welt.
Oder aber man sagt sich gleich von diesen Leuten los.

[Crosspost auf Free Iran Now!]

Verfasst von: gegenkritik | 25, Juni 2009

Querfront für Ahmadinejad

Daß es um Jürgen Elsässer seit einigen Jahren nicht zum Besten bestellt ist, dürfte keine neue Erkenntnis darstellen: selbst vom Neuen Deutschland – wahrlich kein Organ, das sich dem volksgemeinschaftlichen Schicksalskampf verschließt – wurde er vor die Tür gesetzt, nachdem allzu ruchbar wurde, daß seine Volksinitiative von originären NPD-Positionen kaum mehr unterscheidbar ist, mithin die Komplimente verschiedener Nazis wie des NPD-Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel oder dessen Kollegen Jürgen Gansel kein Zufall, sondern der verdiente Lohn für Elsässers Bemühen um Aufnahme in die Volksgemeinschaft sind.
Im selben Maße, wie sich ehemalige Weggefährten von ihm distanzieren, weil er zu konsequent und offen das Wesen des Antiimperialismus ausplaudert, sucht sich Elsässer andere Kameraden, die Auskunft über das neue Niveau des Volksfrontlers geben: für Gestalten wie den Verschwörungskasper des obskuren Weblogs Alles Schall und Rauch, dessen Furcht vor der jüdischen Weltverschwörung derart tief sitzt, daß er hinter seinem PC kaum einen halbwegs gescheiten Satz zu formulieren imstande ist, hätte Elsässer in seinen besseren Tagen allenfalls Spott übrig gehabt, mittlerweile aber trifft er sich mit solchen Kretins, um sich beim völkischen Heimatabend mit Schauergeschichten über Hochfinanz, westliche Geheimdienste und was der Verschwörungsfreunde Herz sonst noch so erfreut, wohlig zu gruseln.

Iran Demonstration
“Strichjungen des Finanzkapitals”

Einer der neueren Artikel des Volksfreundes über die Oppositionsbewegung im Iran – die Demonstranten verhöhnte er als Discomiezen, Drogenjunkies und Strichjungen des Finanzkapitals – fand im dazugehörigen Kommentarbereich nicht nur den Beifall des Jihad-Stalinisten Chris Sedlmair.
Elsässers ausdrückliche Freude über brutalste Folter und Mord an den Demonstranten – Gut, dass Ahmidenedschads [sic] Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben – lockte zwangsläufig auch jene an, für die Folter und Mord maßgeblicher Bestandteil ihres politischen Programms sind.
Das Nazigrüppchen mit dem lächerlich hochtrabenden Namen Netzwerk Sozialistische Nation ist, anders als die meisten kritischen Stimmen, auf Elsässers Website gern gesehen.
Und so taten Jürgens Freunde kund (Orthographie wie im Original):

Ulla Jelpke enttarnt
Die Claudia und die Ulla traten vor 4.000 Exil-Iranern, deutschen Linksliberalen und antideutschen Neocons auf, beehrten dabei die Menge in Hamburg mit viel Geschwätz über Menschenrechte und Demokratie. http://demoberlin.blogspot.com/
[...]
Jelpke inszeniert sich ab und an als „Antiimperialistin“ und „Antizionistin“, behauptete gar das jeder ein Verbrecher sei der die israeliche Regierung unterstützte. [...] Das der Iran aber auf ihrer Feindliste steht machte sie schon länger deutlich [...] Die Arbeiterkommunisten wollen vor allem die kulturelle Grundlage des Iran – den schiitischen Islam – ausmerzen und damit dem Iran seiner
na was wohl?
Identität berauben und versteckt sich hierbei kaum verborgen hinter Floskeln. Jelpke zeigte mit ihrer Teilnahme, ja dem Umstand das sie neben der Claudia als Hauptrednerin auftrat das sie nichts weiter als eine Heuchlerin ist. [...] Zugegen war etwa die Neoconservative Iniative „Stop the bomb“, aus deren Kreisen, etwa ein B. Morris zum atomaren Holocuaust gegen Teheran aufrief. Mit dabei waren natürlich Gestalten wie der Bush-Fan Thomas von den Osten Sacken, die antideutsche Antifa, die Hamburger CDU, Broders Achse des Guten. Ja, dass ist also das Milieu der angeblichen US-„Kritikerin“ und „Antizionistin“ Jelpke. Ob wohl PI bald ein nettes Transparent für die Frau Jelpke entwirft? Wer weiß. Da fühlten sich die Iran-Ausräucherer von Gegenkritik etwas unangenehm berührt:
Zitat
Für deutlich mehr Missbehagen sorgte da schon Ulla Jelpke, die sich ganz offenkundig in der Veranstaltung geirrt hatte, demonstrierte sie doch noch vor kurzem unter der Flagge der Hisbollah für eben jenen Jihadistenmob, dessen Mitglieder nun im Iran Jagd auf Oppositionelle machen.
[...]

Der da in seiner Suada verschiedene Veranstaltungen durcheinanderwürfelt – Roth und Jelpke traten am 21. Juni auf der Demonstration in Berlin und nicht in Hamburg auf, wie auch aus der vom Nazi selbst geposteten Webadresse hervorgeht – ist Bestandteil eines hauptsächlich in den inzestuösen Verhältnissen des eigenen Webforums vor sich hin gammelnden Haufens, dessen Mitglieder sich die Tageszeit nebenher als Moderatoren beim Internetforum der Nazi-Bravo Rock Nord vertreiben und über ihren politischen Werdegang im Interview äußern: Irgendwann, ich glaube, es war 2001 zur Wahl des Abgeordnetenhauses, kam ich dann zum ersten Mal bewusst in Kontakt mit einem Wahlplakat der NPD oder der REPs. Ich weiß nicht mehr, was darauf stand, auf alle Fälle fühlte ich mich irgendwie zu einer traditionell-deutschtümlichen Einstellung hingezogen.
Man kann Jürgen Elsässer zu seinen neugewonnenen Freunden nur gratulieren.

Die Iran-Ausräucherer von Gegenkritik geben ferner bekannt: Daß den deutschen Freunden Ahmadinejads Ulla Jelpke als Volksverräterin und Iranfeind (so Elsässer über alle Demoteilnehmer) gilt, obschon sie ausdrücklich gegen jede Intervention des Westens zugunsten der iranischen Opposition Stellung bezog, ist ebenso erheiternd wie der unzutreffende Vorwurf, Jelpke inszeniere ihren Antizionismus nur, sei also gar nicht mit ganzem Herzen dabei. Elsässer und seinen Nazifreunden sei hingegen gewünscht, daß ihnen dereinst einige der von ihnen verhöhnten iranischen Discomiezen, Drogenjunkies und Strichjungen über den Weg laufen.

Weitere Demonstrationstermine der Iranfeinde finden sich in der Übersicht bei
Free Iran Now!

Verfasst von: gegenkritik | 24, Juni 2009

In eigener Sache

Aus gegebenem Anlass an dieser Stelle der Hinweis auf einen vor kurzem gegründeten Weblog, auf welchem mehrere Autoren aktuelle Meldungen, Analysen und Hintergrundberichte zu den Geschehnissen im Iran posten.

Verfasst von: gegenkritik | 22, Juni 2009

Time for a new revolution

Time for new revolution

Where’s the support? Zumindest etwas Unterstützung ist out there: etwa 4.000 Demonstranten auf Solidaritätskundgebungen in Hamburg, mehrere hundert in Frankfurt und Köln sowie 2.500 in Berlin. Zur dortigen Demonstration hatte ein augenscheinlich recht heterogenes Bündnis aufgerufen, dennoch mündeten politische Meinungsverschiedenheiten unter den iranischen Gruppen nicht in Unmutsbekundungen gegeneinander. Für deutlich mehr Missbehagen sorgte da schon Ulla Jelpke, die sich ganz offenkundig in der Veranstaltung geirrt hatte, demonstrierte sie doch noch vor kurzem unter der Flagge der Hisbollah für eben jenen Jihadistenmob, dessen Mitglieder nun im Iran Jagd auf Oppositionelle machen.

Demo Berlin FIN

Wie ernst es Jelpke und ihrer Partei tatsächlich um die Solidarität mit den Menschen im Iran zu tun ist, verdeutlichte denn auch ein Flugblatt der LINKEN, in welchem zunächst das Mullahregime als Adressat von Forderungen wie einer Klärung der Wahlbetrugsvorwürfe ausdrücklich anerkannt wurde, um schließlich diesem zu versichern, daß man militärische Interventionen und Sanktionen kategorisch ablehne, die Menschen im Iran schließlich das Recht hätten selbst zu entscheiden. Das wird in Teheran vermutlich großen Eindruck hinterlassen, obschon eine Reaktion Khameneis an die mutige Ulla Jelpke bis dato noch aussteht.
Kaum weniger grotesk mutete ein Flugblatt der Internationalsozialisten marx21 an, in welchem endlich klargestellt wurde, was die tatsächlichen Beweggründe der iranischen Demonstranten sind: gegen neoliberale Kürzungen seien die Proteste gerichtet. Irgendwie hatte man ja schon immer geahnt, daß mit den Mullahs etwas nicht stimmt.

Demo Berlin FIN

Nachdem der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, neben musikalischer Untermalung zudem Parolen nicht nur gegen Ahmadinejad, sondern auch die Islamische Republik zu vernehmen waren und Mitglieder von Stop the Bomb mit ihren Flugblättern einen Kontrast zu oben erwähnter Realsatire verteilten, folgte auf halber Höhe der Route die nächste Schrecksekunde: aus dem Hinterhalt einer Seitenstraße stürzte Claudia Roth in giftgrüner Jacke, mit emporgestreckter Faust und einem Habitus wie weiland Rudi Dutschke am Grab von Holger Meins den Demonstranten entgegen. Glücklicherweise verflog der revolutionäre Eifer ebenso plötzlich wieder und jene Frau, die wohl wie kaum jemand sonst das Niveau der Grünen verkörpert, verhielt sich bis zur Abschlusskundgebung ruhig.

Claudia Roth

Es blieb zu resümieren, daß man sich weiterhin statt Sonntagsreden westlicher Politiker – hießen sie nun Obama, Merkel oder Claudia Roth – im Umgang mit den iranischen Machthabern viel eher eine praxisbezogene Politik erhofft – eine Orientierungshilfe gaben die Transparente der Demonstranten am Sonntag.

Ayatollah Koffer packen

Verfasst von: gegenkritik | 18, Juni 2009

Interview mit Iranbato

Proteste in Teheran

Enervierend war sie schon immer, die Omnipräsenz des Experten Peter Scholl-Latour in den Talkrunden und Feuilletons der Republik. Dessen kaum verhohlene Begeisterung für den “Sieger” der iranischen Präsidentschaftswahlen und die nuklearen Ambitionen des Gottesstaates verdeutlichte nochmals die Notwendigkeit von Informationsquellen jenseits dieses deutschen Pressesprechers der Mullahs.
Als Alternative empfiehlt sich hier der deutschsprachige Weblog Iranbato. Im folgenden ein Interview mit einer der Betreiberinnen.

Wie kam es zur Gründung eures Weblogs und wer betreibt diesen? Welche Resonanz habt ihr bis jetzt auf eure Artikel erfahren?

Wir haben in Gesprächen mit Nichtpersern immer wieder feststellen müssen, dass zum einen Teil ein Fehlwissen und zum anderen Teil ein Mangel an Wissen vorhanden ist über den Iran als ganzes, über die Menschen und deren Situation. Mit der Gründung des Blogs wollen wir da gezielt entgegenwirken und aufklären. Aber wir wollen nicht im Sinn einer Ideologie oder einer politischen Gruppe agieren, wir glauben ausschließlich an die Demokratie und daran, dass jeder Mensch das Recht hat in Freiheit zu leben. Zudem arbeiten wir nur auf Grundlage seriöser Quellen; Behauptungen werden immer mit Quelle genannt. Der Blog hat vier Gründungsmitglieder – zwei Perser und zwei Deutsche – die alle auch als Autoren aktiv sind. Das Feedback war bislang ausschließlich positiv, wir wurden von vielen anderen Weblogs verlinkt und haben damit auch unseren Leserkreis stetig erweitern können, zumal wir offensichtlich der einzige Blog dieser Art im deutschsprachigen Raum sind.

Das weitere Interview ist auf Iranbato veröffentlicht.

Verfasst von: Genosse Woopaa | 11, Mai 2009

Linksdeutscher Israelexperte

Es ist nichts Neues, dass vor allem Deutsche sehr interessiert an israelischer Politik sind, meinen doch viele als alles ausgewogen betrachtende Linke ganz besonders dazu prädestiniert zu sein, die Geschehnisse im Nahen Osten zu beurteilen. Speziell denen von ihnen, die in Israel oder den Palästinensischen Autonomiegebieten weilen, wird gern ein hohes Maß an „Neutralität“, „Augenmaß“ oder eben „Ausgewogenheit“ zugestanden, welches sie insbesondere von der Einseitigkeit israelischer „Hardliner“, also quasi aller Israelis außer Uri Avnery, abhebt.

In der April-Ausgabe des Uni Spiegel berichtet der deutsche Student Markus Flohr in Teil III seines Tagebuchs von seinem Leben in Jerusalem. Zum 22. Januar heißt es:

„Ich lese die Nachrichten. In drei Wochen wählt Israel: Der Rechte Benjamin Netanjahu tritt gegen die Halbrechte Zipi Livni an. Der Chef der angeblich linken Arbeitspartei ist Ehud Barak, aktueller Verteidigungsminister, ehemaliger Ministerpräsident und einer der Verantwortlichen für den Angriff auf Gaza im Dezember. Der große Star der Wahl scheint aber Avigdor Lieberman zu werden. Der ist noch rechter als Netanjahu und Livni und lässt noch lieber die Säbel rasseln als Barak.“

Der gemeine deutsche Student erfährt also, was er ohnehin schon weiß, dass nämlich die „Opfer von gestern, die Rechten von heute sind“.

Verfasst von: gegenkritik | 6, Mai 2009

Intifada und deutsche Gründlichkeit

Im Zuge der antisemitischen Massenaufläufe während des Gazakrieges kam es zu einem Zwischenfall, der nachgerade als Symbol für die Zustände im postnazistischen Lande gelten kann: Während einer Demonstration tausender Hamasanhänger am 10. Januar in Duisburg hängte ein Pärchen als Zeichen der Solidarität mit dem jüdischen Staat zwei israelische Fahnen ins Fenster seiner Wohnung, welche von herbeistürmenden Polizisten heruntergerissen worden.

Israel Flagge Duisburg

Obschon dem Befreiungskampf des palästinensischen Volkes hierzulande reichlich Sympathien entgegengebracht werden und deutsche Politiker kaum eine Gelegenheit zur Maßregelung Israels auslassen, war das Herunterreißen einer israelischen Fahne durch die Staatsmacht dann doch eine Spur zu eindeutig, da sie das Gerede von der besonderen Verantwortung des Staates der Täter für den Staat der Davongekommenen als hohle Phrase entlarvte. Nachdem der Vorfall auch international hohe Wellen schlug, versuchte die deutsche Politik sich in Schadensbegrenzung: der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf kündigte die Prüfung eines Disziplinarverfahrens an, der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach forderte dienstrechtliche Konsequenzen und dessen grüner Kollege Jerzy Montag gar eine Stellungnahme des Ministerpräsidenten.
Indes war schnell klar, daß die Angelegenheit wie in Deutschland üblich abgehandelt werden würde: Kurze Aufregung, Diffamierung, Schweigen.
Dem israelsolidarischen Pärchen wurde zunächst vorgeworfen, der deutschen Sache eher weniger verbunden zu sein, zudem konnte bewiesen werden, daß es sich beim männlichen Part um einen Wiederholungstäter handelte: so gab dieser im Verhör mit Spiegel Online frank und frei zu, bereits mehrmals öffentlich mit der Fahne des Judenstaates provoziert zu haben, unter anderem auch am Holocaustgedenktag, jenem für die Feierlichkeiten zur Wiedergutwerdung der deutschen Nation reserviertem Datum.
Nachdem ein Vierteljahr ins Land gezogen war, kam – nicht gänzlich unerwartet – ein vom Innenministerium bestelltes Gutachten zu dem Schluß, daß die Polizeibeamten vollkommen rechtmäßig gehandelt hätten, allerdings mochte keiner der Politiker, die zuvor so lauthals “Skandal” gerufen hatten, Stellung beziehen, was wiederum Frank Richter, den Chef der Polizeigewerkschaft NRW auf die Palme brachte, der gar eine Entschuldigung bei den Beamten forderte.
Vermutlich fehlt es dem Mann ganz einfach an einer politischen Weitsicht, die über die Landesgrenzen Nordrhein-Westfalens hinausreicht, andernfalls hätte er wohl begriffen, daß hierzulande zwar vieles angedeutet, aber eben noch nicht alles gänzlich ungeniert geäußert werden kann, solange Israel – aufgrund der Präsenz der Alliierten in der Welt – von Deutschland noch nicht offen zum Feindstaat erklärt werden kann.
Diese Zwänge zu einem gewissen Maß an Rücksichtnahme, welchen deutsche Politiker einstweilen dann doch noch ausgesetzt sind, existieren in den antisemitischen Jauchegruben des Internets hingegen nicht mehr.
Hier, wo Volkes Zorn ungestört ertönen kann, hat man sich von den lästigen Konditionen, die das Ticket für die Wiederaufnahme Deutschlands in die Staatengemeinschaft bilden, längst befreit und offenbart ganz hemmungslos, wozu man bereit ist.
Einer, dem der jüdische Staat schlaflose Nächte bereitet und über den an dieser Stelle schon mehrfach berichtet wurde, hat – vermutlich exemplarisch für die meisten seiner Volksgenossen – seiner Genugtuung über das Untersuchungsergebnis Ausdruck verliehen: “Die Polizei hat in diesem Fall auch aus meiner Sicht rechtmäßig gehandelt. Denn primäre Aufgabe der Polizisten war am 10. Januar, die aufgeheizte Stimmung nicht in Gewalt umschlagen zu lassen. Kritik muss sich vielmehr gefallen lassen, wer nur um der reinen Provokation willen eine bis dahin friedliche Demonstration eskalieren lassen wollte. Das gilt selbstverständlich auch für die Kundgebungsteilnehmer, die sich durch zwei Israelfahnen völlig unnötig provozieren ließen. Denn es muss genauso klar sein, dass das unter keinen Umständen eine Rechtfertigung für Gewalt gegen Sachen oder Personen sein kann.”

Israel Flagge Duisburg

Daß die Fahne des jüdischen Staates eine nicht hinnehmbare Provokation darstellt – darin ist sich Dietmar Näher mit den Antisemiten auf der von der Islamistenvereinigung Milli Görus organisierten Demonstration jedenfalls einig, denn schließlich verlief die Demonstration bis dahin vollkommen friedlich.
Gänzlich unkritisiert mag Näher die friedlichen Antisemiten dennoch nicht davonkommen lassen: So hat er für deren islamisch konnotierten Judenhass zwar tiefstes Verständnis, allerdings missfällt ihm die Art und Weise, wie die Demonstranten diesen ausleben, nämlich im spontanen Ausbruch des gewalttätigen Mobs.
Derartige Pogrome, seien sie auch noch so gerechtfertigt, sind einem echten Deutschen fremd, denn im unorganisierten Losschlagen steckt noch der aus dieser Aktion gewonnene sadistische Lustgewinn für das antisemitische Individuum.
Weil aber das Vorgehen gegen den Weltfeind und seine Symbole volksgemeinschaftlicher Auftrag ist, an dessen Ausführung der Einzelne sich nicht emotional zu bereichern hat, sind für diesen Vollzug immer noch die staatlichen Exekutivorgane zuständig, weshalb Näher voll des Lobs ist für das Eintreten der Wohnungstür und Herunterreißen der israelischen Flagge durch die Polizeibeamten, die ihre Arbeit gründlich, gewissenhaft und ohne unnötige Brutalität verrichteten.

Als Wahlspruch anlässlich der Umgestaltung seiner Website gab Näher sich übrigens eine Abwandlung des bekannten Zitats Carl von Clausewitz’: “Bloggen ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”, was wohl witzig daherkommen sollte. Daß er damit unfreiwillig die Zustände in Deutschland treffend beschrieb, dürfte ihm indes nicht aufgegangen sein.

Verfasst von: gegenkritik | 27, April 2009

German conditions

Recently, there has been a major confrontation in the American blogosphere with Charles Johnson’s Little Green Footballs on the one and Robert Spencer’s Jihad Watch as well as Pamela Geller’s Atlas Shrugs on the other side, regarding the repetition of the “Anti-Islamization-congress”, hosted by the small far right group pro-Köln, which announced Spencer and Geller as speakers at their meeting.

LGF

Without any doubt, it was due to Johnson’s accurate and highly appreciated research and coverage about pro-Köln (1, 2, 3, 4, 5), that Spencer and Geller finally retracted their written agreements to attend the conference – it is ridiculous that both are still defending pro-Köln, when it would be the perfect moment to apologize to Johnson and cut off all ties to right-wing extremist, fascistic or racist groups.
Apart from that, some other things have to be clarified. Besides the fact that pro Köln’s own positions as well as their connections to Germany’s Neonazi-scene are repulsive and unacceptable, it is important to keep their actual political relevance at the back of one’s mind: today, they hold five seats at Cologne’s city council (due to their 4,7% of voters) and lack a real political basis, since they have just a few hundred, not really active members.
There is a strong enmity towards pro-Köln and similar groups in Germany’s “civil society”, which would not be bad at all, if this enmity would not be constitutive for a slightly different form of the specific German national collective, the Volksgemeinschaft.
After the military defeat, National Socialism, due to its unimaginable atrocities, is widely discredited within the German political landscape, openly referring to the ideas of NS is not just forbidden by law, but a cultural taboo and breaking it will result in political isolation. Nonetheless, constitutive elements of the Volksgemeinschaft are still very present in the post-nazi state, but have run through transformation-processes.
One of the main pillars in Germany’s foreign-policy is a nasty hostility towards America, which is deep-rooted in German culture. This anti-Americanism was – at least in official foreign-policy – less aggressive in West Germany, where the NATO was the only security in the era of the Cold War. This was also the case with Israel, to which the diplomatical ties were something like the precondition for Germany’s re-entrance into the community of civilized nations.
Though, anti-Semitism, while officially a taboo, was very virulent in German society, especially among the so called 68er-Bewegung, who transformed the traditional resentment into modern anti-Zionism, calling Israel (and the USA alike) the new Nazi-state, thus liberating themselves of the own past and projecting the resentment on the state of the survivors as well as on the military victor over Nazi-Germany. Henceforth, the Palestinians have been “adopted” as the victims of the victims and Germans from everywhere of the political spectrum are participating in critizising Israel. Of course, everyone of these good Germans, who have learned from their past, would reject the accusation of anti-Semitism indignantly – since they are all against Neonazis and rightwing-extremists, even demonstrating against pro-Köln and thereby courageously preventing a new Machtergreifung.

Baby Killer Israil
Slogan of an anti-Israel demonstration in Duisburg. 65% of Germans hallucinate Israel as the biggest danger for world peace.

It is no coincidence, that many Germans have a special sympathy for Islam and jihadist-rackets, as it is the perfect religion to oppose everything they hate: individuality, freedom, capitalism. That’s why, a critique of Islam as an ideology is seldom to be found in Germany, even more, since rightwing-extremists as pro-Köln and likewise creeps declare themselves as “Islam-critics”, which is an outrageous lie: those who can’t distinguish between Osama bin Laden and ordinary Muslims, and endorses a mass-deportation of islamic population, are not good for being a pundit, since they do not care at all about victims of islamic socialization, which are predominantly Muslims – especially women, dissidents and homosexuals – themselves.

That said, one should take a look at David Vickrey’s article about the aforementioned confrontation of LGF and Jihadwatch/AtlasShrugs.
The sources he is thanking for their contribution, are Dietmar Näher’s blog Politisch Korrekt and Dagmar Schatz, known in the blogosphere under her pen name “Big Berta”. Näher’s website is basically a watchblog for Politically Incorrect, dealing with the numerous errors and often racist undertone in their coverage. But unlike PI, Näher’s blog is blatantly anti-Israel, impliedly comparing Israel with Nazi-Germany, defending the Palestinian “right to resist” and, when being critizised, returning to an equidistant position, blaming Israel and the Palestinians likewise, while at the attached forum, his followers are openly promoting the destruction of Israel.
The other source, Dagmar Schatz, who is a Muslim-convert and medic at the Bundeswehr, is not only a friend of Dietmar Näher and regular user at his forum, but also a regulary contributor for one of the most vicious anti-Semitic hate-sites among the German left: at Duckhome, you can learn that Barack Obama is planning to raid Iran, that he is a tool of the Zionist-lobby, that Israel will soon stop to exist and that the Jews should stop lamenting about the Holocaust and blackmailing the German Goverment.

Israel demonstration in Berlin
Pro-Israel demonstration in Berlin during the Gaza war with some hundred people. Even at those rare events, the invited speakers questioned the legitimacy of Israel’s reaction.

To prove that Israel and the Jews are truly evil, Duckhome-owner Jochen Hoff is linking and citing from an American website: TBRNews.com, a Holocaust-denial website, which is an offset of The Barnes Review, named for Harry Elmar Barnes.
In the comment-section, various people are critizising Hoff for linking to a site that denies the Holocaust, but Hoff is replying, that those people (TBRNews) have simply a “different opinion on certain things”, other than those that “the System” allows. Dagmar Schatz, who is so proud of demonstrating against pro-Köln, is defending Hoff without saying a single word of critic that he is defending Holocaust-deniers.
The example of Näher – who is member of the Green Party – and Schatz gives an impression, what German political reality looks like.
If you need a more visual one, take a look at the recommend blog Zombietime, where you can find an excellent article about demonstrations – among them the ones in Germany – during the Gaza war. You may also want to watch this video, where a small group of youths, waving Israeli flags and chanting “Long live Israel!” has to be protected by several cops.
As a conclusion: there are simply no political parties in Germany, which one should consider to support, especially not rightwing-extremists like pro-Köln. But it is also absolutely false to rely on those, who purport to be pro-Köln’s opponents, while only reproducing German continuousness.

Verfasst von: gegenkritik | 17, April 2009

Wider Hochfinanz und Denunzianten

Es war ein vielsagendes Schauspiel: nachdem auf dem Weblog Lizas Welt die vom Verschwörungsglauben an Hochfinanz und Geldelite geleiteten Umtriebe des Börsianers Michael Mross und seiner Gastschreiber auf dessen Internetportal MMNews durchleuchtet wurden, brach auf der Internetpräsenz des liberal sich dünkenden Magazins eigentümlich frei ein Sturm der Entrüstung los: „Anti-“Faschisten: Menschen in ihrer Existenz vernichten! war das Pamphlet des ef-Schreibers Guido Neumann überschrieben, der sich ausmalte, wie Lizas Welt Michael Mross in den Rücken schießt, den Börsenexperten zum Abschuss freigab, den Häschern des Systems zur Hand geht, um schließlich beim Abtransport der von ihm Denunzierten zuzusehen, ganz wie’s unter Hitler, Mao und Stalin der Fall war.
Der da, von jedem auf die Kritik an MMNews bezugnehmendem Argument befreit, seine Verfolgungs- und Vernichtungsphantasien, garniert mit einer Prise Totalitarismustheorie für ganz Simple feilbot, brauchte nicht lange auf Schützenhilfe warten: dem Ruf nach Outing des feigen faschistoiden Denunzianten folgten im Kommentarbereich von Neumanns Artikel nebst and’ren obskuren Gestalten sowohl der misogyne Islamfreund Arne Hoffmann als auch der professionelle Hamasapologet Serdar Günes, dessen nebenberufliche Agitation gegen Israel ganz trefflich mit seiner hauptberuflichen Lehre von der Religion des Friedens einhergeht, und der zwecks vermeintlicher Enttarnung des anonymen Antisemitismuskritikers auf die Seite eines verhinderten Dortmunder Künstlers verwies, dessen Website in Form und Gestaltung dem hässlichen Inhalt folgt.
Bei dieser Chose konnte selbstredend ein Gesinnungskamerad Arendts und Günes’ nicht hintanstehen, weshalb der Stralsunder Neonazi Axel Möller, Betreiber der rechtsextremen Weltnetzseite Altermedia – auf welcher auch MMNews-Autor Hans-Jörg Müllenmeister mit antiamerikanischen Tiraden sich hervortut – ebenfalls am munteren Treiben gegen Lizas Welt sich beteiligte und recht forsch aussprach, was Günes, Arendt und Neumann noch zu umschreiben gezwungen sind: daß nämlich solche Herrschaften wie der Betreiber des inkriminierten Weblogs besser mit eindeutigen Zuschreibungen gekennzeichnet werden sollten: als nämlich die jüdischen Wiedergängerformen dessen, was man in Julius Streichers STÜRMER, als als [sic!] angeblich gemein und menschenverachtend kritisiert.
Es war tatsächlich der berühmte Stich ins Wespennest, der Gestalten aus recht unterschiedlichen Milieus gemeinsam in Rage versetzte. Sie alle teilen die Wahnvorstellung, daß die Welt von einer Handvoll sinistrer, arbeitsscheuer, unersättlich geldgieriger Gestalten qua Verschwörung zuschanden geritten wird, wie es ganz treffend in der Replik von Lizas Welt auf die Ergüsse der antikapitalistischen Meute heißt.
Antisemitic Book
Hetzschrift gegen die amerikanische Notenbank mit antisemitischen Stereotypen.

Nun ist es allerdings nicht lediglich intellektuelles Unvermögen, die Konkretionssehnsucht wider den abstrakten Tausch am Zinsgeschäft zu exerzieren: zwar scheint den Erben Gottfried Feders der Geldwert im Gegensatz zum in der kapitalistischen Vergesellschaftung zur Ware gewordenen Produkt – der Gebrauchs- und Tauschwert noch “anzusehen” sind – gänzlich geheimnisvollen Ursprungs zu sein, doch ist diese Erkenntnisabwehr durchaus auch eine Projektionsleistung, nämlich der eigene Wunsch nach mühelosem Wohlstand und “Luxus für’s Nichtstun”.
Bemerkenswert ist, daß Mross, Müllenmeister und deren Entourage nicht die einzigen deutschen Finanzexperten sind, die derlei antikapitalistischem Unfug nachgehen und dort, wo eigentlich die Notwendigkeit der Wertverwertung kapitalistischer Vergesellschaftung zu kritisieren wäre, deren Konsequenzen beklagen und an konkreten Individuen haftbar machen: Stephan Heibel, wie Mross Börsianer, weiß zu berichten, daß die US-Finanzwelt maßgeblich von den Juden bestimmt wird, weswegen vor jüdischen Feiertagen mit Bewegung an der Börse zu rechnen sei, und “Mr. Dax” Dirk Müller, erklärt dem Fernsehpublikum, daß die derzeitige Finanzkrise von einer – natürlich – in den USA ansässigen Finanz- und Machthydra geplant wurde und enthüllt vor laufender Kamera, daß die amerikanische Notenbank FED eine – horribile dictu – private Institution ist.
Müller kann sich darauf verlassen, daß sein deutsches Publikum versteht und beim Wort privat zusammenzuckt, ist er sich doch mit ihm darin einig, daß Kapitalismus ausschließlich nationalstaatlich und keinesfalls privat organisiert sein darf und also der Staat gefälligst als ideeller Gesamtkapitalist aufzutreten hätte.
Als ideologischer Bundesgenosse des deutschen Krisenlösungsmodells drängt sich da der Islam mit seinem Zinsverbot geradezu auf: Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland und Politiker der FDP, mithin einer Partei, deren Mitgliedern für gewöhnlich eine Affinität zu wirtschaftlichen Belangen nachgesagt wird, erklärt im umjubelten Video, weshalb das islamische Verbot des Zinsnehmens Gier und Wucher vorbeugt und die derzeitige Finanzkrise verhindert hätte, und schließt mit der Aufforderung an seine Zuschauer, etwas von dem, was wir gerade gehört haben, in die Tat umzusetzen.
Von der tatsächlichen Ausführung derartiger Aufrufe zum Handeln, würde Mazyek sich ebenso wie Mross selbstverständlich distanzieren; denn über die Vorgehensweise ihrer Leserschaft geben die Dokumentationen der Anti-Defamation League zur Finanzkrise ebenso Auskunft wie die Aufrufe auf Altermedia, dem vermeintlich enttarnten Denunzianten zu Leibe zu rücken.

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