Verfasst von: gegenkritik | 16, September 2008

Feindaufklärung: Nähers Fußvolk (1)

Im Forumsbereich des Antizionisten mit dem durch nichts zu erschütternden Gewissen tummeln sich allerhand Gestalten, die in punkto antiisraelischer Verleumdungen das Niveau ihres Gurus tatsächlich noch unterbieten. Einer diesen Heloten, der zwar keinen Satz unfallfrei geradeaus schreiben kann, aber ganz genau weiß, daß es keinen – allenfalls einen als Reaktion auf die jüdische Grausamkeit berechtigten – Antisemitismus unter den Palästinensern gibt, hört, was nichts Gutes vermuten lässt, auf den Namen Josef und stammt ausweislich der Angaben in seinem Profil aus dem österreichischen Linz, welches schon anderen großen Kritikern des israelischen Volkes eine Schulausbildung zu teil werden ließ.
Wie’s ausschaut, wenn einer Kritik an Israel übt, der mehr mit dem Schreiben seines Namens in Leetspeak beschäftigt ist denn mit dem Lesen von Büchern, verdeutlicht folgendes Beispiel:

Echt mal was bringen die Palästinenser auch immer Israelis um. Die haben doch nie was gemacht. Die israelischen Siedlungen sind doch sicher nicht das Problem. Die Palästinenser sollen sich freuen wenn ihre Häuser mit Bulldozern platt gemacht werden. [...] Das besetzten von wichtigen Wasserquellen ist ja auch nicht schlimm.

Zwar hapert’s beim j053f aus der Ostmark noch etwas an Interpunktion und Orthographie, ansonsten hat er aus seiner Kinderliteratur aber das Wichtigste gelernt: der Jud’ ist stets selbst schuld am Antisemitismus, folglich kann sich auch kein Israeli beschweren, wenn palästinensische Terroristen Qassamraketen auf Kindergärten abfeuern, im Schulbus ein suicide-bomber sich in die Luft sprengt oder in einer Einkaufspassage Splitterbomben deponiert werden.
Vollends zur Weißglut getrieben wird der sprachlich unbeholfene Bergdeutsche dann, wenn sich Juden tatsächlich noch gegen Antisemitismus zur Wehr setzen – etwa mittels dieser schönen Fahrzeuge:

D9R
Caterpillar D9R der IDF

Eine gezielte Zerstörung der Verstecke palästinensischer Terroristen ist als Ausdruck einer Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus für Josef nicht hinnehmbar, auch nicht als Mittel der Abschreckung gegen potentielle Selbstmordattentäter – der sekundierende Näher-Paladin Niclas ereifert sich – er meinte vermutlich Sippenhaftung – gleich über die Sippenhaft, in welche die Familien palästinensischer Massenmörder genommen würden.
Nun moralisiert sich’s vom heimischen PC im sicheren Deutschland aus sicher ganz vorzüglich, indes stellt die Lage für denjenigen etwas anders sich dar, der als prospektives Opfer des palästinensischen Vernichtungswillen tagtäglich mit der Angst vor der eigenen oder der Ermordung von Angehörigen und Freunden leben muss – dies im Hinterkopf, erscheint die Drohung an potentielle palästinensische suicide-bomber, die man mit Tötung schlechterdings nicht beeindrucken kann, gegebenenfalls das Haus ihrer Hinterbliebenen abzureißen, als zwar nicht feine, aber doch durchaus verständliche Maßnahme, schließlich ist ein Haus wieder aufzubauen oder zu ersetzen kein Ding der Unmöglichkeit, wohingegen die Opfer der palästinensischen Mörder nie mehr ins Leben zurückkehren. Nur noch als abgeschmackt ist Josefs Täter-Opfer-Umkehr zu beschreiben, der die Häuserabrisse quasi als Ursache für den palästinensischen Terrorismus bezeichnet.

Ebenfalls nicht fehlen darf die Litanei über die wasserstehlenden Juden, viel zu schön ist doch das Bild der im erfrischenden Pool planschenden Israelis einerseits und der dürstenden und ausgemergelten Palästinenser andererseits. Einen solch wunderbaren Mythos durch die Realität zu zerstören, wäre wahrlich Frevel am antizionistischen Weltbild.
Von seinem Herrn und Meister hat Josef überdies gelernt, daß die israelischen Siedlungen einem gerechten Frieden im Weg stünden, befänden diese sich doch auf „palästinensischem Territorium“. Nun hat es, wie man in der von Näher gepflegten Mundart wohl sagen würde, durchaus ein Geschmäckle, wenn ausgerechnet ein Nachkomme derjenigen, welche sich an der bis dato umfassendsten Lösung der Judenfrage versuchten, darüber entscheiden möchte, wo Juden siedeln dürfen und vor allem: wo nicht.
Daß ein Staat Palästina deshalb noch nie existiert hat, weil man sich auf arabischer Seite seit sechs Jahrzehnten nicht mit der Existenz Israels abfinden möchte und weder der von Israel einseitig geräumte Gazastreifen noch die Westbank je Teil eines souveränen Staates waren (sondern nach dem fehlgeschlagenen arabischen Vernichtungskrieg 1948 von Ägypten respektive Jordanien okkupiert und schließlich im Rahmen des Sechstagekrieges zwecks Unterbindung von Angriffen auf seine territoriale Integrität von Israel besetzt wurden) dürfte auch Dietmar Näher und seinem Fußvolk bekannt sein – da es ihnen aber aufgrund der Unbill der späten Geburt verwehrt blieb, ihre Neigung, über den Wohnort von Juden zu bestimmen, als Angestellter im RuSHA auszuleben, wehklagen sie nun über die jüdische Dreistigkeit, doch tatsächlich ohne Genehmigung deutscher Herrenmenschen Häuser zu bauen.
Daß es eigentlich außer den Israelis niemanden etwas angeht, wenn diese sich in einem Flecken Erde, der niemals Teil eines souveränen Staates war, Unterkünfte errichten, hat kürzlich Dr. Mordechai Kedar, Dozent für arabische Studien an der Bar-Ilan University, in einem äußerst sehenswerten Interview mit al-Jazeera herausgestellt. Davon unbeeindruckt krakeelen Näher, Josef und der Rest der politisch Korrekten gegen jüdische Selbstbestimmung und israelische Siedlungen im Westjordanland an: „Ja, die Siedlungen müssen weg.“ – dabei dürfte ihnen durchaus bewusst sein, daß diese Phrase nichts weniger bedeutet als die Forderung nach einer judenreinen Westbank.

Wessen Wahrnehmung der Welt mit der Realität aber nur noch zufällige Schnittmengen aufweist, der produziert, wie Näher zum Abschluss seiner antiisraelischen Suada, eben auch solche bemerkenswerten Beobachtungen und schart folglich das Fußvolk um sich, welches er verdient:

Das ist die Realität in den palästinensischen Autonomiegebieten, die von der Weltöffentlichkeit entweder nicht wahrgenommen oder verharmlost wird.

Da kann man dem Herrn nur zustimmen.


Antworten

  1. da fühlt sich aber jemand sauwohl in seinem chauvinistischem planschbecken…

  2. Abul Näher ist nur eine billige Kopie von Indymedia
    Besser man beschäftigt sich nicht mit diesen „linken “
    Rassisten, der sich bei allen möglichen Linksgutpolitikern bei Abgeordnetenwatch ausheult,
    sogar fordert daß Blog XY abeschaltet werden sollte
    und so weiter..
    Mich hat er auch schon in seinen Forum durch den
    Kakao ziehen lassen, was mich nicht besonderlich störte, wir haben schon dementsprechend Antwort gegeben.Auch an Ramon Schack , haben wir deutlich
    gesagt was Sache ist. Abdul Näher muss sich schon einen längeren Löffel zulegen, wenn er mit mihr an einen Tisch essen möchte:-)


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