Verfasst von: gegenkritik | 18, Juni 2009

Interview mit Iranbato

Proteste in Teheran

Enervierend war sie schon immer, die Omnipräsenz des Experten Peter Scholl-Latour in den Talkrunden und Feuilletons der Republik. Dessen kaum verhohlene Begeisterung für den „Sieger“ der iranischen Präsidentschaftswahlen und die nuklearen Ambitionen des Gottesstaates verdeutlichte nochmals die Notwendigkeit von Informationsquellen jenseits dieses deutschen Pressesprechers der Mullahs.
Als Alternative empfiehlt sich hier der deutschsprachige Weblog Iranbato. Im folgenden ein Interview mit einer der Betreiberinnen.

Wie kam es zur Gründung eures Weblogs und wer betreibt diesen? Welche Resonanz habt ihr bis jetzt auf eure Artikel erfahren?

Wir haben in Gesprächen mit Nichtpersern immer wieder feststellen müssen, dass zum einen Teil ein Fehlwissen und zum anderen Teil ein Mangel an Wissen vorhanden ist über den Iran als ganzes, über die Menschen und deren Situation. Mit der Gründung des Blogs wollen wir da gezielt entgegenwirken und aufklären. Aber wir wollen nicht im Sinn einer Ideologie oder einer politischen Gruppe agieren, wir glauben ausschließlich an die Demokratie und daran, dass jeder Mensch das Recht hat in Freiheit zu leben. Zudem arbeiten wir nur auf Grundlage seriöser Quellen; Behauptungen werden immer mit Quelle genannt. Der Blog hat vier Gründungsmitglieder – zwei Perser und zwei Deutsche – die alle auch als Autoren aktiv sind. Das Feedback war bislang ausschließlich positiv, wir wurden von vielen anderen Weblogs verlinkt und haben damit auch unseren Leserkreis stetig erweitern können, zumal wir offensichtlich der einzige Blog dieser Art im deutschsprachigen Raum sind.

Das weitere Interview ist auf Iranbato veröffentlicht.


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