
Where’s the support? Zumindest etwas Unterstützung ist out there: etwa 4.000 Demonstranten auf Solidaritätskundgebungen in Hamburg, mehrere hundert in Frankfurt und Köln sowie 2.500 in Berlin. Zur dortigen Demonstration hatte ein augenscheinlich recht heterogenes Bündnis aufgerufen, dennoch mündeten politische Meinungsverschiedenheiten unter den iranischen Gruppen nicht in Unmutsbekundungen gegeneinander. Für deutlich mehr Missbehagen sorgte da schon Ulla Jelpke, die sich ganz offenkundig in der Veranstaltung geirrt hatte, demonstrierte sie doch noch vor kurzem unter der Flagge der Hisbollah für eben jenen Jihadistenmob, dessen Mitglieder nun im Iran Jagd auf Oppositionelle machen.

Wie ernst es Jelpke und ihrer Partei tatsächlich um die Solidarität mit den Menschen im Iran zu tun ist, verdeutlichte denn auch ein Flugblatt der LINKEN, in welchem zunächst das Mullahregime als Adressat von Forderungen wie einer Klärung der Wahlbetrugsvorwürfe ausdrücklich anerkannt wurde, um schließlich diesem zu versichern, daß man militärische Interventionen und Sanktionen kategorisch ablehne, die Menschen im Iran schließlich das Recht hätten selbst zu entscheiden. Das wird in Teheran vermutlich großen Eindruck hinterlassen, obschon eine Reaktion Khameneis an die mutige Ulla Jelpke bis dato noch aussteht.
Kaum weniger grotesk mutete ein Flugblatt der Internationalsozialisten marx21 an, in welchem endlich klargestellt wurde, was die tatsächlichen Beweggründe der iranischen Demonstranten sind: gegen neoliberale Kürzungen seien die Proteste gerichtet. Irgendwie hatte man ja schon immer geahnt, daß mit den Mullahs etwas nicht stimmt.

Nachdem der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, neben musikalischer Untermalung zudem Parolen nicht nur gegen Ahmadinejad, sondern auch die Islamische Republik zu vernehmen waren und Mitglieder von Stop the Bomb mit ihren Flugblättern einen Kontrast zu oben erwähnter Realsatire verteilten, folgte auf halber Höhe der Route die nächste Schrecksekunde: aus dem Hinterhalt einer Seitenstraße stürzte Claudia Roth in giftgrüner Jacke, mit emporgestreckter Faust und einem Habitus wie weiland Rudi Dutschke am Grab von Holger Meins den Demonstranten entgegen. Glücklicherweise verflog der revolutionäre Eifer ebenso plötzlich wieder und jene Frau, die wohl wie kaum jemand sonst das Niveau der Grünen verkörpert, verhielt sich bis zur Abschlusskundgebung ruhig.

Es blieb zu resümieren, daß man sich weiterhin statt Sonntagsreden westlicher Politiker – hießen sie nun Obama, Merkel oder Claudia Roth – im Umgang mit den iranischen Machthabern viel eher eine praxisbezogene Politik erhofft – eine Orientierungshilfe gaben die Transparente der Demonstranten am Sonntag.






Amüsant finde ich übrigens auch, dass unser Dietmar Näher zu der erschossenen Neda verlautbaren ließ, dass man angesichts widersprüchlier Angaben zu ihrer Person und dem Tathergang sich zwar nicht 100%ig sicher sein könnte, dass das alles ein Fake war (komisch: Pallywood-Produktionen, bei denen man sich sicher sein kann, werden bei ihm übrigens nicht thematisiert), aber dass „wie Außenstehende“ eben fast nichts dazu sagen könnten.
Nun gut, während Vorgänge in islamischen Theokratien dort sowieso ständig verharmlost und kritische Vorgänge bezweifelt werden, und dies insofern nichts neues ist, hat Dietmar erst vor zwei Tagen die im Jemen ermordeten Christinnen als fanatische Missioniererinnen identifiziert, wodurch die Bibelschule, in der sie studierten, eine Mitschuld trüge und in seinem Forum die beiden Frauen mit islamistischen Selbstmordbombern auf eine Stufe (!) gestellt wurden. Zwar gibt es für diese Annahmen viel weniger Quellen und Zeugen, als für die Erschießung Nedas, nämlich gar keine, aber das scheint dann was anderes zu sein. Eine gegenteilige Verlautbarung der Bibelschule will Dietmar übrigens mit dem Argument ignoriert wissen, dass solche Fanatiker nicht erwarten dürften, dass man ihnen glaube.
Merke: Kommt es dem eigenen Weltbild entgegen, so kann man ohne jeglichen Beleg oder eine Quelle alles mögliche behaupten und als Tatsache hinstellen, woraufhin die Hetze im Forum losgehen kann, kommt es ihm aber nicht entgegen, weist man auf eine unklare Quellenlage hin. Und worin unterscheidet sich eine solche „Beweismethode“ großartig von PI? Richtig, man weiß es nicht.
Von: Ramona am 23, Juni 2009
um 3:05
Der Typ zeigt ganz gut die Menschenverachtung im linksgrünen Milieu, wenn er schreibt: „Nur soviel ist sicher: Der Iran wird ein islamistischer Gottesstaat bleiben“
Nähers mitschwingende Hoffnung, daß es eben so sein möge, ist direkt greifbar.
Von: gegenkritik am 23, Juni 2009
um 4:16
Also ich finde unglaublich, wie dort auf der einen Seite jegliche islamkritische Äußerung in freien Gesellschaften mikrochirurgisch seziert und analysiert wird (natürlich mit dem ewig gleichen Resümee), und man v.a. im Forum äußerst dünnhäutig selbst noch auf Kritik an offensichtlichen, bewiesenen, menschenverachtendsten Mißständen in islamischen Ländern reagiert, und wie dies begründet wird.
Da verteidigen dann Muslime, die hierzulande Äußerungen vom Papst anprangern, dass in islamischen Ländern Juden, Christen und anderen Nicht-Muslimen der Zutritt zu „heiligen Städten“ verboten ist. Begründet wird dies damit, dass man dort durch diese Leute in seiner religiösen Kontemplation gestört wird. Das muss man sich mal reintun! Hier jeden Tag Islamophobie feststellen, aber in islamischen Ländern „Juden sind hier unerwünscht!“ verteidigen! Nach kurzer Diskussion hieß es dann, dass man sowas als Nicht-Muslim eh nicht verstehen könne. Jetzt stelle man sich mal vor, hier würde ein Katholik fordern, dass Muslimen der Zutritt zum erzkatholischen Köln verboten sein sollte, weil sie da stören, und Muslime dazu nichts sagen sollen, weil sie das als Nicht-Christen nicht verstehen könnten…
Da wird das Köpfen von Menschen auf offener Straße verteidigt, und zwar als Reaktion auf die Kritik, dass dort bis heute die Todesstrafe auf das Annehmen einer anderen Religion als den Islam steht. Zu dieser Tatsache wird dann nichts gesagt, sondern eben darauf hingewiesen, dass eine öffentliche Hinrichtung wenigstens nicht so heuchlerisch wie in den USA wäre, wo es hinter Gefängnismauern geschieht, und übrigens sei das rasche Abtrennen des Kopfes mit dem Schwert viel humaner, als die Giftspritze in den USA mt ihren langen Todeskämpfen. Nun möchte ich nicht die Todesstrafe in den USA und ihre Praktiken verteidigen, aber ich bin dann echt fassungslos, dass sowas da von Leuten vom Stapel gelassen wird, die sich täglich als moralische Instanz zur Bewertung von Islamkritik, USA und Israel berufen fühlen. Kein Wort zur totalitären Intoleranz anderer Religionen, und dann noch öffentliche Enthauptungen, die dort auch Kinder sehen, verteidigen. Und was ganz wichtig ist: Bei allem immer das Thema USA einstreuen. Big Berta kam übrigens auch noch zu dem Resultat, dass wir überhaupt nicht berechtigt seien, Länder wie Saudi-Arabien zu kritisieren, solange wir Handel mit ihnen treiben, weil dies heuchlerische Doppelmoral sei. Schon klar. Das sind Reaktionen auf Kritik an mittelalterlichen Gottesstaaten und ihrer Folterpraktiken und Todesstrafen. Wenn es um Islamkritiker geht, so haben die hier allesamt den Mund zu halten, aber wenn Glaubensbrüder dort Andersgläubige systematisch diskriminieren, verfolgen und töten, dann findet sich immer ein Argument, warum das im Grunde okay ist oder warum wir zumindest nicht berechtigt seien, dazu etwas zu sagen.
Mir war übrigens gar nicht bewusst, dass Deutschland keinerlei Handel mit den USA oder Israel treibt…
Die konstruierte „fanatische“ Missionstätigkeit der im Jemen ermordeten Christinnen habe ich ja schon angesprochen. Man denkt sich etwas aus und leitet dann daraus ab, dass sie im Grunde Massenmörderinnen gleichzustellen seien. Das ist für mich linksgewendetes PI. Und mal abgesehen von dem Umstand, dass es keinerlei Belege für Nähers These gibt, dass sie aggressiv außerhalb des Krankenhauses missioniert haben sollen, oder auch der Frage, wie sie das ohne Beherrschung der Landessprache gemacht haben sollen, frage ich mich, warum er gleichzeitig so viel Respekt für die Art und Weise, wie der Islam unter die Leute gebracht wurde, aufbringt:
„Die von Mohammed verkündete Botschaft eines kompromisslosen Monotheismus fand im polytheistischen Mekka jener Zeit wenige Anhänger, und die junge muslimische Gemeinde sah sich unter dem Druck ihrer Gegner gezwungen, Mekka zu verlassen und in das nördlich gelegene Yathrib auszuwandern. Dieses Ereignis ging als Hidschra in die Geschichte ein und wurde durch Beschluss des zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab als erstes Jahr der islamischen Zeitrechnung festgelegt. In Yathrib begann zugleich die politische und militärische Karriere des Propheten. Bald nach seiner Ankunft in der Oase schloss Mohammed einen Bündnisvertrag mit der dortigen Bewohnerschaft, die sog. „Verfassung von Medina“. Des Weiteren kam es zur militärischen Konfrontation mit den heidnischen Quraisch: Die vom Propheten organisierten Karawanenüberfälle führten zur Schlacht von Badr, auf die die Schlacht von Uhud folgte. Als letzter großer Angriff der Quraisch auf Medina galt die sog. Grabenschlacht. Währenddessen kam es zur Auseinandersetzung mit den drei wichtigsten jüdischen Stämmen Yathribs: Die Banu Qainuqa und die Banu Nadir wurden aus der Oase vertrieben, während die Männer der Banu Quraiza exekutiert, ihr Besitz unter den Muslimen verteilt und ihre Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft wurden. Der Krieg Mohammeds und seiner Anhänger gegen die Quraisch und ihre Verbündeten führte zu einem Friedensvertrag 628 n. Chr.; zwei Jahre später erfolgte die Eroberung Mekkas. Als der Prophet 632 n. Chr. starb, erstreckte sich der islamische Machtbereich über die gesamte arabische Halbinsel.“ (Wikipedia: „Islam“)
Merke: Wenn Mohammeds Verkündigung seines Glaubens auf Ablehnung stösst und er ihn dann eben mit Gewalt, Vertreibung und Ausrottung verbreitet, ist dagegen nichts einzuwenden, das wäre Intoleranz gegen den islamischen Glauben, und die Muslime in seinem Forum würden auch Amok laufen, aber wenn Christinnen 1000 Jahre später in auf diese Art und Weise islamisierten Gebieten humanitäre Arbeit in Krankenhäusern verrichten und entführt und ermordet werden, dann sind sie halt selber schuld und nicht besser als ihre Mörder, einfach weil sie „fanatische“ Mitglieder einer Bibelschule waren, die doch tatsächlich glaubt, was in der Bibel steht.
All sowas ist ist dort unmoderiert und sogar oft von Dietmar Näher unkommentiert nachzulesen.
Wenn man nur seinen Blog lesen würde, könnte man auch meinen, das einzige Land im Nahen Osten, das ein Problem mit Menschenrechten hat, wäre Israel. Auf Nachfrage wird natürlich was anderes gesagt, aber faktisch gibts religionskritische bzw. satirische Artikel nur zum Christen- und Judentum, und verteidigende Artikel nur zum Islam, und analog dazu eben auch die tägliche Kritik an Vorgängen im Westen und in Israel, und so schöne Beispiele zur Toleranz in islamischen Städten wie das Foto einer Frau ohne Schleier in Medina…
Ich frage mich auch, warum man dort so denkt, aber unbedingt in den Ländern und unter den Menschen leben möchte, die man täglich durch den Schmutz zieht, und auf gar keinen Fall in den Ländern und Gesellschaften, zu denen einem kein kritisches Wort einfällt. Schon komisch irgendwie.
Von: Ramona am 23, Juni 2009
um 7:31
Ist in der Tat höchst aussagekräftig: Israel wird von diesem Typen permanent durch den Dreck gezogen, beständig wird das Existenzrecht des jüdischen Staates negiert – aber zu einem Land wie Saudi-Arabien fällt ihm nichts ein, außer es zum Vorreiter in Sachen Frauenrechte zu stilisieren.
Zu Nähers Verhöhnung der beiden ermordeten Christinnen im Yemen mich adäquat zu äußern, verbietet mir meine gute Kinderstube.
Von: gegenkritik am 23, Juni 2009
um 8:24
Tja, also, wie gesagt, die Hintergründe der Tat liegen noch immer im Dunkeln. Fakt ist, dass die beiden freiwillig ein Praktikum zur humanitären Hilfe in einem Krankenhaus im Jemen angetreten haben und dort entführt und ermordet wurden. Mehr weiß man (noch) nicht.
Nur nochmal zur Info: Die beiden sprachen kein Arabisch, und die Gemeinde betont, dass sie erstens nie dazu gedrängt wurden, dorthin zu reisen, und zweitens sogar auf die Gefahren hingewiesen wurden. Übrigens wird in der bibeltreuen Gemeinde gelehrt und praktiziert, dass Frauen nicht lehren sollten.
Dass die beiden also von der Gemeinde dazu angehalten wurden, dorthin zu reisen und den Job als Krankenschwestern nur als Vorwand zu nehmen, um ohne Kenntnis der Landessprache und gegen die Lehren der Gemeinde dort aggressiv Muslimen das Evangelium zu lehren, und dass die Gemeinde in Pressemeldungen nun die Welt anlügt, ist nichts weiter als eine völlig abwegige Verschwörungstheorie. Allerdings eine, die sich dazu eignet, gegen diese Gemeinde und die beiden Ermordeten vom Leder zu ziehen.
Nun mal ein Zitat des Users „Feisal“ dazu, wie gesagt, weder moderiert, noch kommentiert von Dietmar Näher, und auch andere User (bis auf einen) haben sich bis heute nicht kritisch zu seinen Postings geäußert:
Noch Fragen?
So, nun wechseln wir mal das Thema und sprechen über Israel. Ich zitiere nochmal Feisal in Dietmars Forum:
Man präge sich also ein:
Christinnen, die als Krankenschwestern in islamischen Ländern arbeiten und entführt und ermordet werden, wollen im Grunde umgebracht werden und sind dasselbe wie Leute, die zwei Dutzend Frauen, Kinder, Greise und Männer in einem Bus in Stücke sprengen.
Und das großisraelische Reich dürstet unter seinem Führer Netanjahu nach mehr Lebensraum und einem Holocaust im Gaza.
Wie gesagt: Noch Fragen?
Amüsant übrigens, dass er ausgerechnet Chamberlain anführt, der ja so doof und naiv war und nicht sah, was Hitler so offen beabsichtigte, indem er es sagte und schrieb, aber wenn heute Diktatoren exakt dasselbe anstreben und daraus ebenso wenig einen Hehl machen, und dabei sind, Atombomben zu basteln, ja dann sind Leute, die sich nicht so wie Chamberlain dazu verhalten möchten, einfach nur islamophobe Nazis, die die wahre Gefahr verkennen, welche von Israel ausgeht. Wobei natürlich nur Dietmars Trupp da so richtig durchblickt.
Das sind, ebenso wie im Fall der ermordeten Christinnen, wirklich Höhepunkte verdrehender Rhetorik, jetzt mal von geschmacklosen und volksverhetzenden Inhalten ganz abgesehen. So jemand erklärt Leuten in der Wüste auch noch, warum sie ihm für 1000 Euro ne Tüte Sand abkaufen sollten. Von daher bin ich mir auch sicher, dass sie mir problemlos erklären könnten, warum sie vor die Wahl gestellt, in irgendeinem Land im Nahen Osten leben zu müssen, ausgerechnet dasjenige wählen würden, über das sie sich jeden Tag aufregen…
Bezeichnend ist auch, welche Artikel von PI sie überhaupt kommentieren, und welche nicht. Und welche politischen, ja sogar geschichtsträchtigen Ereignisse sie thematisieren, und welche nicht. Wenn dann z.B. tausende Muslime mit Fahnen islamistischer Organisationen durch eine deutsche Stadt ziehen, „Tötet die Juden!“ rufen und nach Hitler fragen sowie „Judenhäuser“ von der Polizei vor ihnen geschützt werden müssen, und das alles in den Nachrichten und Beiträgen von Politmagazinen wie Panorama usw. thematisiert wird, und es ja DAS Themenfeld von PI/PK bzw. PB schlechthin ist, dann gibts dazu trotz allem bei Dietmar keine einzige Zeile dazu. Wenn im Iran das Volk gegen die religiöse Führung aufbegehrt, auf die Straße geht, niedergeknüppelt wird und es Tote gibt, was sagt dann Dietmar dazu? Er weist darauf hin, dass die Quellenlage bei einer erschossenen Demonstrantin unklar ist und man sich daher bei der Meinungsbildung zurückhalten sollte, weil ein Fake rein theoretisch nicht auszuschließen ist.
So ist vieles von dem, was da so geschrieben wird, zwar im Grunde nicht gänzlich verkehrt, es ist eben „nur“ völlig einseitig und parteiisch, mit zweierlei Maß gemessen und durch vollkommen absurde und teils zynisch bis menschenverachtende „Beweisgänge“ hergeleitet.
PI für antisemitische Sophisten.
Von: Ramona am 24, Juni 2009
um 10:16
[...] da in seiner Suada verschiedene Veranstaltungen durcheinanderwürfelt – Roth und Jelpke traten am 21. Juni auf der Demonstration in Berlin und nicht in Hamburg auf, wie auch aus der vom Nazi selbst geposteten Webadresse hervorgeht – [...]
Von: Querfront für Ahmadinejad « Gegenkritik am 25, Juni 2009
um 6:31
„Dass Israel aber generell ein Problem mit Rechtsextremisten hat, sollte sich mittlerweile doch herumgesprochen haben.“
http://www.politblogger.net/immer-derselbe-mist/
btw, ebenda:
„Im übrigen weise ich vorsorglich darauf hin, dass meine Vorfahren nicht an der Endlösung der Judenfrage beteiligt waren. Zumindest habe ich dafür keinerlei Hinweise gefunden. Und ich habe meine Familiengeschichte sehr genau recherchiert.“
Mir kommen die Tränen. Na sowas auch, dachte mir doch gleich, dass die Nähers ihre Hände schon immer zu recht in Unschuld wuschen, waren allesamt im Widerstand oder verweigerten jegliche systemtragende Mitwirkung im Dritten Reich. Das finde ich durch den Umstand noch glaubwürdiger, dass unser Dietmar selbst heute bei gegenwärtigen neuen Pogromen vor sog. „Judenhäusern“, vor denen gefragt wird, wo Hitler denn sei, als „Politblogger“ dazu keine einzige Silbe einfällt…
Von: Ramona am 5, Juli 2009
um 10:45
Vermutlich wechselt er jetzt tatsächlich immer mehr zum offenen Antisemitismus, wenn er betende Juden als „Provokation“ bezeichnet, „right-wing-activists“ zu Rechtsradikalen umlügt, Israel ein „generelles Problem mit Rechtsextremisten“ unterstellt und im Jargon moderner Antisemiten Juden das Judentum abspricht („Bei der handelt es sich um ein Sammelbecken für radikale Siedler – nicht Juden [...]).
Dagegen ist seine Behauptung, seine Vorfahren wären an der Endlösung der Judenfrage nicht beteiligt, vor dem Hintergrund, daß er eine Website betreibt, auf der er seinem Wehrmachtsopa huldigt, zwar skurril, aber kaum noch der Rede wert.
Von: gegenkritik am 5, Juli 2009
um 11:14