Nein, Schweigen zur Situation im Iran kann man der jungen Welt – im Gegensatz zu ihren linken Gesinnungskameraden – leider nicht vorwerfen, das nationalbolschewistische Kampfblatt hat sich bisher stets klar positioniert – auf Seiten des Mullahregimes.
Am 27. Juni frohlockte zunächst Werner Pirker über die vermeintliche Niederschlagung der Opposition und wusste auch, weshalb das Unternehmen in die Hose gehen musste:
Es war kein Aufstand der Habenichtse, von Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben. Es war ein Aufstand der Hedonisten, denen es erfahrungsgemäß an heroischem Durchhaltevermögen mangelt.
Einige Tage später sekundierte Knut Mellenthin den Mullahs und knüpfte an die Propagandamärchen an, wonach Neda Agha-Soltan nicht von Regimeanhängern ermordet worden sei.
Und nun das: Pedram Shahyar, der sich, wie Thomas von der Osten-Sacken zurecht schreibt, wirklich größte Mühe gab, seine antiimperialistischen Freunde nicht zu vergraulen, wird im Interview mit Rüdiger Göbel vorgeführt, was deutsche Nationalbolschewisten meinen, wenn sie von Internationaler Solidarität schwafeln: Den Schutz noch der übelsten Regime vor jeglicher Kritik.
Alles Bitten Shahyars um Solidarität mit der iranischen Oppositionsbewegung ist vergebens, die junge Welt steht in Treue fest an der Seite Ahmadinejads. So scheitert selbst die auf die antizionistischen Reflexe der jW-Autoren abzielende Bemerkung:
Nicht umsonst zittern nicht nur die israelischen Hardliner vor dieser Bewegung, weil ihnen ihr Lieblingsfeind abhanden käme [...]
Als Tip für Herrn Shahyar: Beim nächsten Interview einfach kolportieren, daß Ahmadinejad Jude sei. Dann klappt’s vielleicht mit dem Schulterklopfen der jungen Welt.
Oder aber man sagt sich gleich von diesen Leuten los.





[...] [Crosspost] Veröffentlicht in News. 1 Kommentar » [...]
Von: Nationalbolschewistische Presseschau « FREE IRAN NOW! am 2, Juli 2009
um 1:04
Meine Meinung zu diesem Beitrag: Dummer schwachsinniger Kack.
Von: Kolben am 2, Juli 2009
um 7:16
Selten eine fundiertere Kritik gelesen.
Von: gegenkritik am 2, Juli 2009
um 8:42