
Das Plakat zielt nicht auf “die Juden” schlechthin als Gegenstand des Protestes ab, sondern auf die jüdische Finanzoligarchie und deren Unterstützung durch die Us-amerikanische Regierung. Abbildung und Symbolik lassen jedenfalls eine solche Deutung zweifelsfrei zu.

Die Eingefangenen sollen die Schwäche und Wehrlosigkeit der Deutschen in ihrem Land symbolisieren, die von Israel auf grausame Art “zerfleischt” werden.
Typisch für antijüdische Bilddarstellungen zu allen Zeiten ist die Verwendung von bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen. Dabei werden insbesondere Gesichtsmerkmale überzeichnet, um den Juden als hässlich, unansehnlich und rassisch minderwertig erscheinen zu lassen (jüdische “Krummnase”, etc.) Einer solchen Bildsprache wird sich vorliegend nicht bedient.

Ausgehend von dieser sich allein aufdrängenden Deutung ist nicht “der Jude” bzw. sind nicht “die Juden” schlechthin Gegenstand der Abbildung. Es wird sicherlich nicht verkannt, dass gerade das spezielle Plakat mit der Darstellung des jüdischen Ausbeuters für den religionsgeschichtlich interessierten und gebildeten Betrachter, insbesondere aber für jüdische Mitbürger schmerzliche Erinnerungen an die antijüdischen Wucherer-Legenden aus dem Mittelalter und an hetzerische Bilddarstellungen von Juden als Zerrbild eines “Untermenschen” aus der Zeit des Nationalsozialismus wachrufen kann.
Einer näheren Betrachtung dürften solche Assoziationen allerdings nicht standhalten.
Für eine strafrechtliche Beurteilung ist daher nicht von einer eindeutigen und unzweifelhaften Deutung des Plakats im Sinne einer verunglimpfenden Charakterisierung des Juden im Allgemeinen auszugehen.
Die kursiv gesetzten Passagen wurden nahezu unverändert einem Bescheid der Kölner Staatsanwaltschaft entnommen, die eine antisemitische Propagandainstallation vor dem Kölner Dom nicht als volksverhetzend einstufte.
Auch die juristischen Ahnen der Kölner Ermittlungsbehörden stuften antisemitische Karikaturen als volksaufklärerisch und nicht -verhetzend ein – der Unterschied liegt einzig noch in der Bezugnahme: Während die einen sich voller Stolz zum Hass auf die jüdischen Mitbürger bekannten, leugnen die anderen dessen Existenz.
Vielleicht findet sich indes ja auf anderem Wege Abhilfe gegen den antisemitischen Papierhaufen.





sehr drastisch dargestellt und damit sehr gut. Es ist zum verzweifeln. In Köln scheint es ein anderes Strafgesetzbuch und andere Strafgesetzbuchkommentare zu geben als sonstwo.
Das ist so krank
Von: ezra am 16, April 2010
um 12:49 am
Gut herausgearbeitet.
Von: lalibertine am 18, April 2010
um 3:53 pm
Hm, Hakenasen sollen typisch jüdisch sein ?
Dann sollte der Herr im folgenden Video besser keine Antisemitschen Verschwörungstheorien verbreiten, mit dem Zinken im Gesicht.
Video: Egyptian Metalhead vs. Jewnose ;)
Unter dem Titel das Video verbreiten, vieleicht wirds ein Meme. Wäre ein netter lulz wenn der Typ in Zukunft im Internet als Jewnose bekannt würde.
Schade das man den Machern der Klagewand in Köln nicht so einfach einen Spitznamen verpassen kann ;)
Von: Alrik am 3, Mai 2010
um 6:15 pm